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02.02.2009

Bob Dylan am 01.04. in der Max-Schmeling-Halle

Prophet und Protagonist der Pop-Kultur

Bob Dylan gilt ohne Zweifel als der wichtigste einzelne Interpret der Rock-Ära, als Inkarnati-on einer Gegenkultur und Songschreiber des Jahrhunderts. Der Ausnahmekünstler bedeutet „für die Popmusik das Gleiche wie Einstein für die Physik“, schrieb das US-Nachrichtenmagazin Newsweek. Die zahlreichen Grammy-Auszeichnungen, auch für sein Lebenswerk, dokumentieren die globale Wirkung dieses genialen Singer/Songwriters. Mit dem viel beachteten Studioalbum „Modern Times“ lieferte Bob Dylan bereits das 44. Werk seiner atemberaubenden Karriere. Der Wegbereiter der Folk- und Rockmusik, dessen Ge-samtauflage mehr als 110 Millionen Tonträger beträgt, geht zwischen dem 31. März und 5. April auf Deutschlandtour. Der bekannteste und angesehenste Protagonist der Musikge-schichte gibt Konzerte in Hannover, Berlin, Erfurt, München und Saarbrücken.

Dylan erfand sich immer wieder neu, wandelte sich, wechselte die Richtung, tauchte ab, um dann erneut kometenhaft aufzusteigen. Dylan ließ sich nicht vereinnahmen, er bestimmte Tempo, Rhythmus und Inhalt. Er definierte mit seinen Songs Ideale, Ängste, Stimmungen von Generationen. Die Poesie seiner Texte und die Lyrik seiner Lieder verlieh ihm literari-sche Qualität, seine scharfe Beobachtungsgabe und sein politisches Verständnis machten ihn zum natürlichen Sprachrohr der Jugend, deren Aufbruch er in den 60er Jahren mitinitiier-te und begleitete.

Dylan-Songs sind nicht nur Klassiker, sondern lebensnahe Dichtung. Viele von ihnen sind in die amerikanische Literatur eingegangen: „The Times They are A-Changin’ “, „Blowin’ in the Wind“, „Like a Rolling Stone“, „A Hard Rain’s A-Gonna Fall“, „Chimes of Freedom“ um nur einige zu nennen.

„Blowin’ in the Wind“ der wohl bekannteste Song aus der Feder des Bob Dylan beschreibt das Lebensgefühl seiner Generation. Dieses Lied, in den frühen 60er Jahren geschrieben, von unzähligen Künstlern wie Joan Baez oder Pete Seeger interpretiert, begründete seinen Mythos. Die New York Times bezeichnete ihn als „Shakespeare des 20. Jahrhunderts“. Bob Dylan, der eigentlich Robert Allan Zimmerman heißt, in dem Dorf Duluth (Minnesota) gebo-ren wurde und in der nahegelegenen Grubenstadt Hibbing aufwuchs, erzielte eine Wirkung wie vor und nach ihm kein zweiter Protagonist der Popkultur. Seine Texte befreiten die Rockmusik von ihrer Banalität. „Erst nachdem ich Dylan intensiv gehört hatte, achtete ich peinlich genau auf Texte, auf Aussagen“, gestand sogar John Lennon.

Dylan gilt als „das Gewissen seiner Zeit, die er mit archetypischen Song-Chiffren prägte“ (Time) und für die er 1980 seinen ersten Grammy erhielt. 1993 konnte er einen Ehren-Grammy für sein Lebenswerk entgegennehmen, hielt Einzug in die legendäre „Hall of Fame“, wurde mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet und führte Regie bei cineastischen Seiten-sprüngen. Dylans Tourneen „werden bejubelt, als sängen Jesus und Marx gemeinsam oder seien die Beatles auferstanden“, urteilte Newsweek. Kaum ein wichtiger Musiker, der ihm nicht in irgendeiner Form Tribut zollte.

Seine erste LP bestand überwiegend aus Fremdmaterial, eine Reminiszenz an sein Idol Woody Guthrie. Eigenkompositionen, vor allem politische Botschaften, sind die Inhalte der nachfolgenden Platten, als der Vietnamkrieg und die Studentenunruhen Mitte der 60er ihren Höhepunkt erreichten. Beim Newport Folkfestival 1965 sorgte Dylan schließlich für den Eklat, als er seine Gitarre elektrisch verstärkte und damit den Folkrock begründete. Seine in Platten gepresste Lyrik wird zum Bestseller. Seitdem gilt Dylan als Prophet der populären Kultur.

Seine beiden vorangegangenen Studioalben „Time Out Of Mind“ (1997) und „Love and Theft“ (2001) unterstrichen noch einmal den herausragenden Stellenwert des Künstlers: „Time Out Of Mind“ wurde 1998 als bestes Album in der wohl begehrtesten Grammy-Kategorie ausgezeichnet, und „Love and Theft“ bescherte Dylan die sicherlich begeistertsten Kritiken seiner langen Karriere.

Seine Memoiren „Dylan’s Chronicles – Volume 1“, die im Oktober 2004 erschienen, waren ein weltweiter Bestseller und rangierten 19 Wochen in der „The New York Times“-Bestsellerliste. In diesem Jahr wurde er für seine „tief greifende Bedeutung für die Populär-musik und Amerikanische Kultur“ mit einem Pulitzer-Spezial-Preis ausgezeichnet.

Tickets für das Konzert können beim Gegenbauer Ticketservice direkt am Ticketschalter der Max-Schmeling-Halle, unter der Ticket-Hotline 030/ 44 30 44 30 und im Internet unter www.gegenbauer-ticketservice.de erworben werden

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